Einstiegsgeld - Gründerförderung aus ALG-II-Bezug


In 8 Schritten zum Einstiegsgeld

Bitte beachten Sie, dass es bei der Beantragung von Einstiegsgeld hinsichtlich der erforderlichen Unterlagen und der Reihenfolge der Beantragungs-Schritte regionale Unterschiede geben kann. Sie sollten daher zuvor klären, wie Ihrer ARGE/ Agentur für Arbeit die Beantragung handhabt.

 Bezug von Arbeitslosengeld II/ Beantragung von  
    Arbeitslosengeld II wenn anspruchsberechtigt.
 Formular zur Beantragung von Einstiegsgeld und Formular  
    “Stellungnahme der fachkundi-gen Stelle zur Tragfähigkeit  
    der Existenzgründung“ abholen.
 Wenn erforderlich, Zulassungen und Erlaubnisse einholen, 
    die für die Selbständigkeit notwendig sind.
 Businessplan erstellen/ Unterstützung für die 
    Businessplan-Erstellung holen.
 Fachkundige Stellungnahme: wählen Sie eine fachkundige 
    Stelle aus und reichen Sie Ihren Businessplan zusammen 
    mit dem Formular für de fachkundige Stellungnahme ein.  
    Auch wenn Ihre ARGE/ Agentur für Arbeit nicht ausdrücklich 
    eine fachkundige Stellungnahme verlangt, ist es trotzdem 
    empfehlenswert, die Tragfähigkeit des Geschäftskonzeptes 
    von einer fachkundigen Stelle überprüfen zu lassen. Denn 
    mit dem Experten der fachkundigen Stelle können Sie Ihre 
    Existenzgründung be-sprechen und Fragen klären. Nicht 
    zuletzt spricht eine positive fachkundige Stellungnahme für 
    Ihr Gründungsvorhaben und erhöht die Chance auf 
    Bewilligung des Einstiegsgeldes.
 Melden sie Ihren Gewerbebetrieb bei der 
    Gewerbemeldestelle beziehungsweise eine freiberufliche 
    Tätigkeit beim Finanzamt an.
 Reichen Sie diese Unterlagen bei der ARGE/ Agentur für 
    Arbeit ein: Antrags-Formular Ein-stiegsgeld, Businessplan, 
    fachkundige Stellungnahme und eine Kopie des 
    Gewerbescheins/ Schreiben zur Anmeldung einer  
    freiberuflichen Tätigkeit.
 Entscheidung der ARGE/ Agentur für Arbeit über die 
    Bewilligung des Einstiegsgeldes. Wird Einstiegsgeld 
    bewilligt, so ist damit in der Regel auch die Neuberechnung 
    Ihres Arbeits-losengeld-II-Satzes verbunden, da die 
    geplanten Einkünfte aus der selbständigen Tätigkeit auf das
    Arbeitslosengeld II angerechnet werden.

Verbundene Themen:


  Fachkundige Stellungnahme
 Gründungszuschuss


Die Höhe der Förderung ist wesentlich geringer
als
beim Gründungszuschuss.

Einstiegsgeld und seine Voraussetzungen:

Das Einstiegsgeld ist ein Zuschuss zum Arbeitslosengeld II und dient zur Absicherung des Lebensunterhalts in der Anlaufphase des Unternehmens. Die Höhe der Förderung fällt jedoch deutlich geringer aus als beim Gründungszuschuss. Zudem besteht kein Rechtsanspruch auf den Bezug von Einstiegsgeld.


Für die Bewilligung des Einstiegsgeldes müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

 Sie sind arbeitslos aber erwerbsfähige und beziehen    
Arbeitslosengeld II.
 Sie werden die selbständige Tätigkeit hauptberuflich  
    (mindestens 15 Arbeitsstunden in der Woche) ausüben.
 Sie verfügen im Idealfall über eine Ausbildung und 
    Berufserfahrung im Bereich Ihrer zukünftigen selbständigen 
    Tätigkeit.
 Positive Einschätzung des Gründungs-vorhabens durch 
    Ihren Ansprechpartner bei der ARGBE/ Agentur für Arbeit.    
    Maßgeblich ist die Tragfähigkeit der selbständigen 
    Tätigkeit, die nach einer Anlaufzeit ein Einkommen 
    erbringen muss, welches die Abhängigkeit vom 
    Arbeitslosengeld II beendet.

Damit das Gründungsvorhaben überzeugend präsentiert werden kann, sollten alle wesentlichen Punk-te des Vorhabens in einem Businessplan zusammengefasst werden. Gleichfalls ist es empfehlenswert, auf Grundlage des Businessplans die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle zu dem Grün-dungsvorhaben einzuholen. Bestätigt die fachkundige Stelle die Trägfähigkeit des Gründungsvorhabens, so kann dies die Entscheidung Ihres An-sprechpartners bei der ARGBE/ Agentur für Arbeit zu Gunsten der Bewilligung des Einstiegsgeldes erleichtern.

Höhe Einstiegsgeld: Höchstens 100 Prozent des Arbeitslosengeld-II-Satzes

Die Höhe des Einstiegsgeldes hängt von den persönlichen Voraussetzungen des Gründers wie beispielsweise der Größe der Bedarfsgemeinschaft ab. Im Höchstfalle kann das Einstiegsgeld 100 Prozent des Arbeitslosengeld-II-Satzes betragen. In der Regel werden jedoch 50 bis 60 Prozent dieses Satzes zusätzlich als Einstiegsgeld ausgezahlt.

Bezugsdauer Einstiegsgeld: Zahlung für
höchstens 24 Monate

In der Praxis wird das Einstiegsgeld in der Regel zunächst für sechs Monate bewilligt. Bei jeder weiteren Verlängerung des Bezugszeitraums ist eine Reduzierung des Einsiegsgeldes üblich. Für jede Verlängerung bedarf es einer guten Begründung. Insgesamt kann das Einstiegsgeld schrittweise für 24 Monate gewährt werden.